Auftaktveranstaltung für das Projekt Wasserstoff – Erarbeitung einer Studie zu den Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in der Stadtwerke-Nordhausen-Gruppe

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Am heutigen Tag fand in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Nordhausen die Auftaktveranstaltung für das Projekt Wasserstoff statt. Wir haben mal nachgefragt, worum es genau ging …

„Im Juli hat die Europäische Kommission zwei Strategien im Zuge der Umgestaltung ihrer Energiesysteme angenommen, zum einen die Integration der Energiesysteme und zum anderen auch die Integration von Wasserstoff. Sowohl die Strategien der Europäischen Kommission als auch die aus klimapolitischen Zielen und aus der nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung entwickelten Anforderungen für die Klimaneutralität sollen in der Stadt Nordhausen Anwendung finden. Die Unternehmen der Stadtwerke-Nordhausen-Gruppe möchten eine Vorreiterrolle in der umweltfreundlichen, klimaneutralen Wasserstoffproduktion in der nordthüringischen Region einnehmen“, erklärt Olaf Salomon, Geschäftsführer der Stadtwerke Nordhausen – Holding für Versorgung und Verkehr GmbH sowie Konzerngeschäftsführer, das Ziel des Projektes. 

Die Idee zu dem nachstehend beschriebenen Projekt entstand beim durch den TÜV Thüringen organisierten „Thüringer Innovationsforum Wasserstoff“ am 24.06.2019 in Arnstadt. Hier referierten Vertreter des TÜV Thüringen Schweiz AG, des IAB Weimar, der Bauhaus-Universität Weimar und die Stadtwerke Nordhausen zum Thema „Einsatz und Anwendung von Wasserstoff“. Bei dieser Veranstaltung anwesend war auch der Präsident der Hochschule Nordhausen und der Geschäftsführer von Maximator aus Nordhausen. Der TÜV, die Hochschule Nordhausen sowie die Maximator GmbH haben bereits ihre Unterstützung und Mitarbeit bei dem Projekt zugesagt. Im Anschluss erfolgte dann in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Herrn Buchmann, die Initiative zum folgenden Projekt.

Hierzu soll in dieser zu erstellenden „Energieeffizienzstudie“ eine Strategie und darauf aufbauend im Anschluss eine Demonstrationsanlage zur Wasserstoffproduktion aus verfügbaren regenerativen Energieträgern der Stadtwerke-Nordhausen-Gruppe und dessen Einsatz im Verkehrs- und Energieversorgungssektor in Nordhausen entwickelt werden. Erstellt wird die Studie von der Firma IAB Institut für Angewandte Bauforschung gGmbH aus Weimar. Unterstützt wird das Projekt durch die Thüringer Aufbaubank in Erfurt. „Wir freuen uns sehr, dass wir für die Erstellung der Studie Fördermittel aus der Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen und Demonstrationsvorhaben für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieerzeugung und -nutzung in Unternehmen in Höhe von 120.000,00 Euro erhalten“, so Salomon weiter.

Der Kosten- und Nutzenfaktor dieses umfangreichen Vorhabens muss im Vorfeld durch Variantenuntersuchungen und Wirtschaftlichkeitsprognosen entscheidungsreif beschrieben werden. Die Entscheidung für die Investition in ein zukunftsfähiges Energieversorgungskonzept mit hohem Anteil erneuerbarer Energien und klimaneutraler Verwendung setzt eine hohe und detaillierte Planung voraus. Hierbei spielen gesetzliche Rahmenbedingungen und die klimapolitischen Ziele eine wichtige Rolle. Es sollen Nachweise über die Steigerung der Energieeffizienz bei der Nutzung der Brennstoffzellen sowie über die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf dem gesamten Ausbaupfad in der Studie erbracht werden. Dabei sollen neben dem Potenzial für klimaneutrale Energieerzeugung auch die Wirtschaftlichkeit der Umsetzung dieses Projektes berechnet werden.

An der Auftaktveranstaltung nahmen Vertreter des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz, der Stadtverwaltung Nordhausen, der Hochschule Nordhausen, der Unternehmen der Stadtwerke-Nordhausen-Gruppe sowie der IAB Institut für Angewandte Bauforschung gGmbH teil. „Besonders gefreut haben wir uns über die Teilnahme von Manfred Grund als Vertreter aus dem Bundestagswahlkreis (Eichsfeld-, Nordhausen- und Kyffhäuserkreis) und somit als Vertreter aus dem Deutschen Bundestag“, informiert Salomon.

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Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung freuen sich auf das Projekt und hoffen auf ein gutes Ergebnis der Studie. Bild: Franziska Bernsdorf (Stadtwerke Nordhausen)