E-Gelenkbus im Testlauf

|   Verkehrsbetriebe

Um seinen Fuhrpark im Regionalbusverkehr zu erweitern, plant der Landkreis Nordhausen im kommenden Jahr einen Elektro-Gelenkbus anzuschaffen und damit auch die bereits eingesetzten sechs Standard-E-Busse zu ergänzen. ...

Ziel ist es einerseits, insbesondere im Schülerverkehr einen weiteren Gelenkbus mit mehr Platz einsetzen zu können, andererseits ein klimaneutrales Fahrzeug zu kaufen, um die gesetzlichen Vorgaben an den ÖPNV zu erfüllen und zum Erreichen der Klimaziele beizutragen.

Gelenkbusse, die eine höhere Platzkapazität und somit ein höheres Gesamtgewicht haben, sind bislang als Elektroversion eher eine Ausnahme. Nun hat der Fahrzeugbauer MAN einen E-Gelenkbus auf dem Markt, den die Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH in dieser Woche im Regionalverkehr testet, beispielsweise im Hinblick auf die Fahrleistung und Batteriekapazität in der kalten Jahreszeit. Das Vorführfahrzeug ist ein MAN Lion´s City 18 E mit 640 kWh Batteriekapazität, installiert auf dem Fahrzeugdach. Dabei handelt es sich um ein modulares Lithium-Ionen-Batteriesystem (NMC) mit einer Reichweite von ganzjährig mindestens 200 km - bei einem Test unter realen Bedingungen hat ein Fahrzeug auf der Rekordfahrt „MAN eBus Efficiency Run“ im Mai dieses Jahres sogar die 550-Kilometermarke ohne Zwischenladung geknackt. Der E-Gelenkbus verfügt über zwei elektrische Zentralmotoren mit einer Gesamt-Nennleistung von zusammen 267 kW sowie ein optimiertes Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik-System mit integrierten Hochvoltheizern sowie einer Wärmepumpe. Das Fahrzeug erfüllt zudem die neusten Crash-Normen zu Überrollfestigkeit, Feuerbeständigkeit und Frontaufprall. Da auch dieser E-Bus nur vergleichsweise leise Fahrgeräusche macht, gibt es ein künstlich erzeugtes Warngeräusch bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h, um Passanten sicher auf das Elektrofahrzeug aufmerksam zu machen.

 

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Bilder: Pressestelle Landratsamt Nordhausen