Eröffnung des Stadtwerke-Servicecenter mit Goethe, Faust und Gretchen

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Wenn die Harzer Schmalspurbahnen zu öffentlichen Terminen einladen, dann erinnern die Abläufe schon oft an Inszenierungen. Koste es, was es wolle. So auch heute wieder. Die nnz konnte der Gala-Vorstellung im HSB-Bahnhofsgebäude beiwohnen ...

Seit elf Jahren hat Carmen Ziegler im HSB-Bahnhofsgebäude ihre "Blumenwerkstatt". In diesen Jahren hat sie mittlerweile drei Neueröffnungen der HSB miterlebt. Mit der vierten nun erwartet die Floristin endlich den richtigen Wurf. Wenn es doch jetzt wenigstens mal Hinweise zu einer öffentlichen Toilette oder einen Stadtplan für interessierte Besucher gebe, hofft sie.
Vielleicht geht ihre Hoffnung auf, denn mit der Stadtwerke-Gruppe hat die HSB nicht nur einen etwas längerfristigen Mieter gefunden, sondern der Mieter endlich einen Service-Standort, der ihn vom Rand der Stadt in das Zentrum bringt und damit in die Nähe zu seinen bisherigen und hoffentlich künftigen Kunden. Denn genau das ist das Ziel, die mit dem Zusammengehen in dem über 100 Jahre alten Gebäude verbunden ist.

Was jetzt noch fehlt, ist die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, dann hätte der Reisende, der Nordhäuser oder der Gast dieser Stadt alles unter einem Dach, was öffentlichen Personennah- und auch den Fernverkehr ausmacht. Doch der Konzern lässt auf sich warten. Man kennt dieses Verhalten.

Nach den Eingangsstatement der beiden Geschäftsführer Matthias Wagener und Gabriele Schuchardt, gab es die obligatorischen Grußworte von Landrat Matthias Jendricke, der mit seiner Familien an diesem Wochenende bestimmt mit der HSB in den Oberharz fahren werde, und Oberbürgermeister Kai Buchmann, der für seine Statement ein Viertel der Zeit brauchte als sein Vorredner. Das aber umso bemerkenswerter war. Die Stadtwerke-Gruppe sei für die Bürger dieser Stadt mit diesem Service-Center nun endlich dort angekommen, wo sie auch hingehöre. Und Buchmann würdigte bei dieser Gelegenheit die Arbeit aller Mitarbeiter der Stadtwerke als die "stillen Helden", die für die alltäglichen Abläufe in Nordhausen sorgen, ohne die ein Gemeinwesen nicht so funktionieren würde, wie wir es kennen.

Zum Schluss der Zeremonie, die von Ausschnitten der Rockoper Faust unterbrochen wurde, unterzeichneten Schuchardt und Wagener den Vertrag und fügten ein Puzzle zusammen.

Text: nnz-online

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Bild: Stadtwerke Nordhausen