Nordhäuser Modell ist Grund für Treffen in Nordhausen

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Unter dem Motto „Innovative Schienenverkehrssysteme zur kostengünstigen Reaktivierung von Eisenbahn-Nebenstrecken“ fand am vergangenem Montag ein Treffen im Nordhäuser Straßenbahndepot statt. ...

Geschäftsführer Thorsten Schwarz und Straßenbahnbetriebsleiter Fritz Keilholz von den Nordhäuser Verkehrsbetrieben begrüßten Robert Wittek-Brix von der Firma LTE Verkehrsberatungs- und Betreibergesellschaft mbH aus Heidelberg und Vertreter der Erfurter Bahn zu einem Arbeitsgespräch.
Als Fahrgäste der Linie 10 vom Krankenhaus bis nach Ilfeld/Neanderklinik konnten sich die Besucher einen Überblick über die Nordhäuser Lösung verschaffen. Sie bekamen einen Eindruck von den technologischen Abläufen und konnten die Resonanz der Nordhäuser ÖPNV-Kunden im wahrsten Sinne des Wortes erleben.

Die Besichtigung des Straßenbahndepots ermöglichte im Anschluss auch einige detaillierte Auskünfte zur Technik des dualen Antriebssystems am Triebwagen 203. Das Nordhäuser Modell ist eine Innovation und ein Vorreiter auf diesem Gebiet und deshalb auch sehr Interessant für andere Verkehrsunternehmen.
„Im städtischen Streckenabschnitt ist die Versorgung der Bahnen mit Elektroenergie konventionell aus der Oberleitung gewährleistet. Außerhalb der Stadtgrenzen, im oberleitungsfreien Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), bedarf es einer autonomen Antriebstechnik. Aus diesem Grund wurde ein Hybridantrieb entwickelt und in die bei den Verkehrsbetrieben eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge integriert. Neben dem klassischen Elektroantrieb aus dem Fahrdraht erhielten drei Fahrzeuge eine zweite Antriebstechnik, bestehend aus einem Dieselmotor, einer Leistungselektronik und einem Generator“, erläuterte Fritz Keilholz.

Synergieeffekte ergaben sich bei dieser Verfahrensweise vor allem aus dem Angebot einer barriere- und umstiegsfreien Verbindung von Regional- und Stadtverkehr unter Nutzung des vorhandenen Schienennetzes der HSB und der Straßenbahninfrastruktur im städtischen Bereich sowie des Erhalts der Typenreinheit im Fuhrpark der Straßenbahnen.

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Foto: Stadtwerke Nordhausen (Franziska Bernsdorf)